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Malou Bülow

Lange geplant doch nie wirklich Zeit dafür eingeräumt, gibt es jetzt auch wegen des MooC13 Events, für die Erfassung und Verarbeitung der dort angesprochenen Inhalte einen weiteren Anlass, meinem Vorhaben zu entsprechen. Mit weit gefächerten Interessen bewege ich mich in dieses Blog hinein und bin gespannt darauf, wie sich das Puzzle nach und nach zu einer Gesamtbetrachtung zusammenfügt.

Ausgangspunkt war meine Entscheidung die Social Media genauer zu betrachten und in die Besichtigung auch ein wenig Netz-Theorie einfließen zu lassen. Beruflich geht es in meinem Kontext um Entwicklung, Konzeption von E-Learning Fortbildungen, die durchgängig mit Hilfe von LMS wie Moodle und weiteren sozialen Medien begleitet werden. Dabei steht die Anwendung und Nutzung der Dienste im Vordergrund und das Nachdenken darüber, was diese Medien und ihre Anwender_innen darin „sind“ und was sie tun, kam immer etwas zu kurz.
Vor Jahren, zu Beginn meiner Bewegungen im Netz, geriet ich über die Agentur Bilwet, genauer gesagt den Text des „Datendandy“ (1994)  langsam in das Geflecht von diversen Theorien zum Web. Dass „das Computernetz … den Autor von seinem Herausgeber“ befreit, war mir von Anfang an spannend und stellte bereits vor dem Boom der sozialen Medien meinen Anspruch an ein Freies Netz für Alle in einem Satz dar.

Von diesem Gesichtspunkt aus, war und ist es mir immer wichtig, das „Machen“ selbst in die Hände zu nehmen und dies auch Teilnehmer_innen meiner Veranstaltungen nahe zu bringen: Empowerment eben!

Und so ist es nur logisch, dass die Rhizom-Idee von Gilles Deleuze & Felix Guattari meine Vorstellung von gemeinsamen nichtlinearen beweglichen Bewegungen im Netz ganz treffend widerspiegeln. Ich mag daher fürs erste mit einem Zitat aus diesem Werk enden:

„Das Rhizom läßt sich weder auf das Eine noch auf das Viele zurückführen. Es ist nicht das Eine, das zwei wird (wie im Wurzelbaum), auch nicht das Eine, das direkt drei, vier, fünf etc. wird (wie die büschelige Wurzel). Es besteht nicht aus Einheiten, sondern aus Dimensionen. Eine Vielheit variiert ihre Dimensionen nicht, ohne sich selbst zu ändern und zu verwandeln.“
Gilles Deleuze/Felix Guattari: „Rhizom“

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